Nicaragua ist im
Ausnahmezustand, denn heute, am 19. Juli, glückte vor 33 Jahren die
sandinistische Revolution und befreite das Land von der Somoza-Diktatur. Das Tshirt, das ich auf dem Foto links trage,
hatte heute JEDER an- ob jung, ob alt, alle feiern diesen Tag der liberalen
Regierung.Es ist ein Geschenk von Ninas Gastfamilie, die mit meiner Verwandt ist, sie sind sehr politisch und wollten, dass auch wir mitfeiern können. Das Tshir ist von Daniel Ortega, dem nicaraguanischen Präsidenten, und
proklamiert Frieden, Freiheit und Gleichheit. Die Revolutionsfeierei bedeutet Feuerwerke
den ganzen Tag sowie in der Nacht; große Bekanntgebungen in Managua, der
Hauptstadt, sowie in Masaya-meiner Stadt; 24-Stunden Fernsehübertragung und so
weiter. Hunderte Nordamerikanische Schulbusse, die hier als normale Busse
genutzt werden, fuhren heute durch Masaya mit unzähligen Menschen innendrin,
außen dran, oben auf dem Dach- diese Euphorie ist unfassbar! Ich bin beeindruckt,
dass wirklich das gesamte Land diesen Tag gemeinsam feiert!
Der Ausflug zur Laguna de Apoyo:
Mit meiner Mentorin
Elky, ihrem Freund Renzo sowie Nina und Laura sind wir heute zur 30min
entfernten Laguna de Apoyo gefahren, ein wunderschöner See umgeben von
Vulkanen! Das beinhaltete meine erste Fahrt auf der Ladefläche eines
Camionettas, einem Pick-Up- fast wie Cabrio fahren ;)
Hier sieht man von oberhalb den Ausblick auf See und Vulkan!
Und hier ist ein
Ausschnitt des Sees zu sehen- die meisten baden in Tshirt und Hose. Es tat
unglaublich gut, bei dem warmen Wetter eine Abkühlung zu bekommen! Bald fahren
wir auch zu einem Vulkan hier in der Nähe, der noch aktiv ist! Ich bin schon
sehr gespannt..
Eine weiter gute Neuigkeit: Ich mache hier so ziemlich
alles, was man am Anfang nicht soll- Leitungswasser trinken, Frescos(also
Fruchtsäfte mit Wasser), frisches Obst und nicht abgekochtes Essen uuuuund es
geht mir bestens! Ich habe weder körperliche noch geistige Probleme ;) Die
anderen Freiwilligen brauchen Zeit um sich an das neue Essen zu gewöhnen, aber
meine Gastmama kocht köstlich! Gallo Pinto, also gekochter Reis mit
Kidneybohnen und dazu hauchdünn gebratene Bananen (Platas fritas), die fast wie
chips schmecken. Dazu ein Feta-ähnlicher Käse und paniertes sowie mariniertes
Hühnchen fritiert. Mhhhhm. Ich hab jedoch von Anfang an angekündigt, dass ich
es nicht gewohnt bin viel zu essen um hier nicht zuzunehmen. Ihr werdet noch
ein Bild von meiner Gastmama sehen, dann wisst ihr warum ich das sage;) Zum
Frühstück bekomme ich Kaffee (wohl eher Milch mit Geschmack haha),
Milchbrötchen und Obstsalat. Meine Familie ist nur manchmal morgens schon Gallo
Pinto, Tortillas, Carne(Fleisch) und Käse. PUH hab ich ein Glück!
Hier noch ein Bild von meinem Zimmer, das hier wirklich
Luxus ist. Das Haus allgemein ist rießig für hießige Verhältnisse, mit einem
Flatscreen und Wänden bis zur Decke.
Das Esszimmer der Familie, die Kochstelle im Garten(eine
wirkliche Küche gibt es zwar, sie wird aber nicht benutzt. Den Sinn habe ich
noch nicht verstanden..) und das „Schlafzimmer“ von meiner Gastschwester zusammen
mit ihren 3 Kindern ist dagegen sehr ärmlich.